Willem Tell - eine starke Premiere!
von Torsten Schlegel
Nu gummd ma nähor, gummd ma ran!
Freitag, 19. Juni. Die Hitze drückt. Zumindest draußen vor der Tür. Drinnen ist es zumindest ein bisschen kühler. Doch die Aula füllt sich. Über fünfzig ehrenamtlich für den ASB Neustadt Tätige sind gekommen, um ein kleines Dankeschön für ihre Arbeit zu erhalten.
Vor der Bühne sind Tische angeordnet. Bunt dekoriert, mit Blumenvasen versehen. Im Hintergrund ein großes Buffett. Viele leckere Kuchen, dazu Pizzaschnecken, Kaffee und kühle Getränke. Eltern und Kinder der 5a sind fleißig und aufmerksam und versuchen den Besuchern jeden Wunsch zu erfüllen.
Herr Penther eröffnet die Veranstaltung. Er spricht über die Bedeutung des Ehrenamtes und über die Wichtigkeit der Menschen, die dieses versehen.
Dann gehört die Bühne Schillers Schülern. Sie zeigen, gemeinsam mit der Band, Schillers großes Spätwerk „Wilhelm Tell“, allerdings in einer sehr eigenen Version, sozusagen straßentheaterkompatibel und mit einigen Kürzungen. Die Handlung findet nun in der Sächsischen Schweiz statt, Wilhelm, oder wie wir ihn nennen, „Willem“ wohnt nun eben „glei hiere hindor Schdolben“ - und damit zeigt sich eine weitere, nicht unbedeutende Bearbeitung des Originaltextes. Wir spielen Mundarttheater – uff säggs’sch!
Viele hinter der Bühne sind aufgeregt, für einige ist es sogar der allererste Auftritt vor Publikum. Doch keine Sorge, erstens ist Lampenfieber ganz wichtig, und zweitens machen alle ihre Sache echt gut. Die Gags zünden, die Musik kommt super an, und Schauspieler wie Musiker sind konzentriert und ganz dabei. Und selbst als der berühmte Apfel nicht auf dem Kopf von Wally bleiben möchte, sondern mehrfach herunterfällt, ist das kein Problem, sondern Anlass für ein bisschen Improvisation.
Am Ende großer Applaus, ganz viel positives, lobendes Feedback und glückliche, stolze Gesichter. „Willem Tell“ ist eben ein Theaterstück der anderen Art, wiederzuerleben am Montag, dem 22. 06., um 19 Uhr in der Aula der Schillerschule.